Polen

Danzig – Mittelalterlicher Kranich (Stary żuraw portow

Wahrzeichen der Stadt – ein einzigartiger mittelalterlicher Flaschenzugkran

Sie schrieb 363 Artikel und beobachtet ihn/sie 16 Reisende
Danzig – Mittelalterlicher Kranich (Stary żuraw portow
Eingefügt: 26.07.2025
Autor: Martin Javorský © gigaplaces.com
Passend für:
Autoturisty
Turisty
Cestovatele
Sie waren dort:

Eines der bekanntesten Wahrzeichen Danzigs ist zweifellos der Żuraw, der mittelalterliche Kran. Diese imposante Holzkonstruktion, die die Mottlau dominiert, ist nicht nur ein faszinierendes Zeugnis mittelalterlicher Ingenieurskunst, sondern auch ein lebendiges Zeugnis von Danzigs Wohlstand und Bedeutung als Hafenstadt.
Dieser Kran ist einer der wenigen rekonstruierten historischen Schätze mittelalterlicher Hafentechnik in Europa. Seine einzigartige Konstruktion zeugt vom technischen Können der damaligen Erbauer.

Alter Hafenkran

Stary Żuraw, manchmal auch Brama Żuraw genannt, ist ein Wahrzeichen Danzigs und eines der wichtigsten Symbole der Stadt. Die tschechische Übersetzung „Alter Kran“ oder „Tor mit Kran“ erklärt ausreichend, um welche Art von Denkmal es sich handelt.
Danzig profitierte schon immer von seiner Lage an der Ostsee und war der wichtigste Hafen der gesamten Region. Am Ufer der Moltawa, nahe ihrer Mündung in die Bucht, kann man einen historischen Kran bewundern, der zum Be- und Entladen von See- und Flussschiffen diente.

Alter Hafenkran
Autor: Martin Javorský © gigaplaces.com

Der älteste noch erhaltene Hafenkran Europas

Der Žuraw (tschechisch für „Kran“) ist der älteste erhaltene Hafenkran Europas und eines der wichtigsten Wahrzeichen Danzigs. Seine Geschichte reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück, als er zwischen 1367 und 1444 erbaut wurde. Der über 11 Meter hohe historische Kran erinnert an die Zeit Danzigs als äußerst erfolgreiche Handelsstadt. Die erste erhaltene Sammlung eines Lastenkrans stammt aus dem Jahr 1367, in seiner heutigen Form entstand er jedoch nachweislich erst zwischen 1442 und 1444. Später wurde zu beiden Seiten des Krans ein massives Steintor im typisch flämischen gotischen Stil errichtet. Der Kran diente somit sowohl als Industrieanlage als auch als Verteidigungsfes­tung.

Der älteste noch erhaltene Hafenkran Europas
Autor: Martin Javorský © gigaplaces.com

Geschichte

Die erste Erwähnung eines hölzernen Krans stammt aus dem Jahr 1367. Dieses gemauerte Bauwerk, das die Funktion eines Hafenkrans, eines Stadttors und einer Wehrmauer vereinte, wurde 1444 erbaut. Es handelte sich um ein Bauwerk, das aus zwei massiven Türmen bestand (die Mauern im Erdgeschoss sind bis zu 4 m dick), zwischen denen eine hölzerne Krankonstruktion errichtet wurde, die über den Damm ragte und von zwei Konsolen getragen wurde, die den Durchgang des Tores sicherten.

Geschichte
Autor: Martin Javorský © gigaplaces.com

Das Schicksal des Krans und der Stadt

Seine größte Blütezeit erlebte der Kran im 16. und 17. Jahrhundert, als Danzig einer der wichtigsten europäischen Häfen war. Im 18. Jahrhundert wurden immer weniger Güter dorthin transportiert, und ab dem 19. Jahrhundert beherbergten kleine Läden und Werkstätten die unteren Stockwerke, während die oberen von der armen Bevölkerung genutzt wurden. Im Zweiten Weltkrieg teilte der Kran das Schicksal fast aller Gebäude der Hauptstadt: Er wurde zu 80 % zerstört und brannte nieder. Nach dem Krieg wurde er sorgfältig wiederaufgebaut und 1962 zum ersten Sitz des Schifffahrtsmu­seums – dem heutigen Nationalen Schifffahrtsmuseum.

Das Schicksal des Krans und der Stadt
Autor: Martin Javorský © gigaplaces.com

Kranbau

Seine Konstruktion ist erstaunlich – es handelt sich um eine massive Holzkonstruktion mit zwei Paar riesigen Rädern, die durch menschliche Kraft angetrieben werden. Diese Maschinen, oft von Dutzenden von Arbeitern angetrieben, ermöglichten das Heben von Lasten bis zu 2.000 Kilogramm. Dies war im Mittelalter eine unglaubliche technische Lösung, die den Handel erheblich erleichterte und zum Wohlstand Danzigs beitrug.

Kranbau
Autor: Martin Javorský © gigaplaces.com

Hafenwächter und Symbol der Macht

Dank Žuraw wurde die Stadt zu einem der wichtigsten Handelszentren im Ostseeraum, von wo aus Waren aus ganz Europa importiert und exportiert wurden.
Neben seiner Rolle im Handel hatte der Žuraw auch eine Verteidigungsfun­ktion. Seine massiven Mauern und Türme dienten als Teil der Stadtbefestigung und schützten den Hafen vor feindlichen Angriffen. Nachts wurde das Tor geschlossen und ein Seil mit einer Rolle hochgezogen, um unbefugten Schiffen die Einfahrt zu verwehren.

Das Žuraw wurde mehrfach umgebaut und repariert, insbesondere nach Bränden im 17. Jahrhundert und Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg wurde es sorgfältig rekonstruiert und erhielt seine heutige Form, die sein ursprüngliches Aussehen getreu wiedergibt.

Hafenwächter und Symbol der Macht
Autor: Martin Javorský © gigaplaces.com

Besuch von Žuraw und Umgebung

Heute ist Żuraw einer der meistfotografierten und meistbesuchten Orte Danzigs. Es liegt im Herzen der Altstadt, direkt am Ufer der Mottlau.

Ein Besuch in Żuraw ist ein unvergessliches Erlebnis, das Ihnen Einblicke in die reiche Geschichte Danzigs gewährt und die wichtige Rolle dieser Stadt in der europäischen Handelsgeschichte versteht. Hier trifft Vergangenheit auf Gegenwart und Sie spüren den Puls der Antike.

Besuch von Žuraw und Umgebung
Autor: Martin Javorský © gigaplaces.com
Kranmechanismus
Autor: Martin Javorský © gigaplaces.com

Kranmechanismus

Der Kran diente dem Umschlag schwerer Güter und der Mastmontage auf Schiffen. Sein Antrieb bestand zunächst aus einem, später aus zwei Laufradpaaren mit quer angeordneten Speichen, auf denen Arbeiter liefen und die Räder in Bewegung setzten. Dadurch konnte ein Seil mit Haken auf eine die Räder verbindende Welle auf- oder abgewickelt und zur Hebeöffnung transportiert werden. Mit dem oberen Trommelsatz konnten 2 Tonnen auf eine Höhe von etwa 30 m gehoben werden. Nach dem Verbinden der Trommelsätze konnten 4 Tonnen auf eine Höhe von 11 m gehoben werden.

Applaus dem Autor des Artikels!
Teilt es:

Artikel in der Nähe

Entfernung 0 km
Danzig – Mariacka-Straße

Danzig – Mariacka-Straße

Entfernung 0 km
Danzig – Ufer des Flusses Mottlau

Danzig – Ufer des Flusses Mottlau

Entfernung 0 km
Danzig - Basilika Mariä Himmelfahrt

Danzig - Basilika Mariä Himmelfahrt

Entfernung 0 km
Danzig – Königliche Route

Danzig – Königliche Route

Entfernung 1 km
Danzig – Historische Befestigungsanlagen

Danzig – Historische Befestigungsanlagen

Entfernung 6 km
Danzig - Westerplatte

Danzig - Westerplatte

Entfernung 10 km
Danzig – Oliwa

Danzig – Oliwa

Entfernung 11 km
Danzig – Sopot

Danzig – Sopot

Entfernung 92 km
Das Dorf Kluki

Das Dorf Kluki

Praktische Information

Teil eines Gigalisten

Giga-Liste: Danzig – was man sehen sollte

Das architektonisch reiche Danzig an der Ostseeküste gilt zu Recht als eine der schönsten Städte Nordeuropas. Einst eine… Weiterlesen

Danzig – was man sehen sollte
Vielen Dank!

Warst du schon dort? Schreiben Sie eine Bewertung zu diesem Ort

Bereits bewertet 0 Reisende

Warst du schon dort? Schreiben Sie eine Bewertung zu diesem Ort

Sie müssen angemeldet sein, um eine Bewertung abzugeben oder