Kauai Rooftop Walk
Die Wanderung auf dem Dach von Kauai besteht aus zwei völlig unterschiedlichen Abschnitten: Zuerst durchquert man den atemberaubenden Waimea Canyon. Folgt man der Kokee Road bis zum Ende, findet man zwei schöne Aussichtspunkte mit Blick auf die Täler, die zur Na Pali Küste führen. Vor allem aber eröffnet sich hier der wunderschöne Pihea Trail, der durch eine völlig andere Welt führt als die, die man bisher in Hawaii gesehen hat. Man muss nicht die gesamte Strecke wandern, ein paar hundert Meter zu den anderen Aussichtspunkten genügen, um einen ersten Eindruck zu bekommen.
Luftwaffenstützpunkt Kokee
Der obere Teil der Straße durch den Kōkeʻe State Park zählt zu den beeindruckendsten Bergabschnitten der gesamten Insel Kauai. Sobald die Straße die trockenen, roten Wände des Waimea Canyon hinter sich lässt, verändert sich die Landschaft. Die Vegetation wird dichter, die Luft kühler und feuchter, und statt des weiten Blicks in die Tiefen des Canyons befindet man sich auf einem Hochplateau, wo das Wetter buchstäblich minütlich wechselt. Bevor man den ersten Aussichtspunkt erreicht, passiert man einen kleinen Militärstützpunkt.
Kalala-Aussichtspunkt
Der erste der beiden Aussichtspunkte ist der Kalala Lookout – von hier aus hat man einen Panoramablick über das gesamte Kalalau-Tal, einen der abgelegensten Orte Hawaiis. Vorausgesetzt, man hat Glück oder die nötige Ausdauer. Jeder Wetterwechsel bietet ein anderes Panorama – mal strahlender Sonnenschein, mal ein nebliges Schauspiel, wenn die Berggipfel aus den Wolken auftauchen.
Pu'u o Kila Lookout
Der zweite Aussichtspunkt ganz am Ende der Straße ist der Pu'u o Kila Lookout. Mit etwas Glück kann man von dort bis zum 1250 Meter tiefer liegenden Meer hinuntersehen. Von dort aus beginnt die eigentliche Wanderung, die ich wärmstens empfehlen kann.
Beginn des Pihea-Trails
Der Pihea Trail – ein Pfad, der dem Bergrücken landeinwärts des Alakaʻi-Plateaus folgt. Schon auf den ersten Metern betritt man eine andere Welt. Die Bäume hängen niedriger, vom Wind und häufigen Regen gekrümmt, der Boden ist rutschig, und die Wurzeln bilden natürliche Stufen. An klaren Tagen bietet der Bergrücken einige der schönsten Ausblicke auf die Nā Pali Küste, während die Landschaft an bewölkten Tagen eine fast mystische Atmosphäre ausstrahlt.
Alakaʻi-Plateau
Von der Straße aus kann man das fast undurchdringliche Alakaʻi-Plateau sehen, das das Zentrum von Kauai einnimmt. Es ist einer der regenreichsten Orte der Erde. Die Gegend um das Alakaʻi-Plateau und insbesondere die sumpfigen Gebiete des Alakaʻi-Sumpfes erhalten durchschnittlich etwa 9.000 bis 11.000 mm Niederschlag pro Jahr, während es in einigen Gebieten der umliegenden Berge sogar noch mehr regnen kann. Der Hauptgrund dafür ist Kauais Lage im Verhältnis zu den Passatwinden: Feuchte Meeresluft wird gegen das hohe Inselmassiv gedrückt, wo sie schnell abkühlt und kondensiert. Die Folge sind fast ständige Wolken, Nebel und häufiger Regen. Wir hatten also wirklich Glück mit dem sonnigen Wetter.
Pihea Trail
Der Weg ist an sich schon wunderschön – prächtige Vegetation, orangefarbene Felsen. Die Atmosphäre hier ähnelte der, die ich vor Jahren auf dem Tafelberg von Roraima erlebt hatte.
Erckels Frankolin
Unterwegs begegneten wir auch diesem Fasan – dem Erckel-Frankolin, der nicht in Hawaii heimisch ist. Glücklicherweise richtet er, anders als Wildschweine, kaum ökologischen Schaden an.
Ausblicke entlang des Weges
Der Weg führt lange Zeit entlang des Bergrückens, sodass man eine schöne Aussicht hat.
Meerblick
Endlich hatten wir Glück und der Blick auf den Ozean öffnete sich. Wer mehr Zeit hat, kann dem Pfad zum Alaki-Sumpfpfad weiter folgen und zum atemberaubenden Kilohana-Aussichtspunkt gelangen.
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