Museum der Region Jindřichův Hradec auf dem Gelände des Jesuitenkollegs
Das Museum von Jindřichův Hradec befindet sich am Balbín-Platz und beherbergt über 50.000 Objekte in seiner Sammlung, die mehr als 100.000 Objekte von außergewöhnlichem historischem, künstlerischem und dokumentarischem Wert umfasst. Zu den Höhepunkten zählen die Krýz-Krippe, die größte volkstümliche mechanische Krippe der Welt, eine einzigartige Sammlung überwiegend gotischer Skulpturen sowie eine besondere Sammlung bemalter Schießscheiben und -waffen. Besucher können Ausstellungen zu Zünften und Uhren, Buchkultur, bürgerlicher und volkstümlicher Kultur des 19. Jahrhunderts, Archäologie, Kirchendenkmälern, der Geschichte der Pharmazie in Jindřichův Hradec und dem Ema-Destinová-Saal besichtigen.
Geschichte des Museums
Das Museum von Jindřichův Hradec blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins 19. Jahrhundert reicht. Ein Meilenstein war die Eröffnung einer neuen Museumsausstellung im Jahr 1928 im Renaissancegebäude des ehemaligen Jesuitenseminars am Balbín-Platz in Jindřichův Hradec, wo sich das Museum noch heute befindet. Das einstöckige Gebäude aus der Spätrenaissance gehört zum nahegelegenen Jesuitenkolleg und steht unter Denkmalschutz.
Im Jahr 1935 erwarb das Museum sein wichtigstes und meistbesuchtes Ausstellungsstück – die Krýzer Krippe, die größte volksmechanische Krippe der Welt.
Krýz' Krippe
Die Hauptattraktion des Museums ist die größte volkstümliche mechanische Krippe der Welt, die seit 1998 im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet ist. Der örtliche Strumpfmachermeister Tomáš Krýza arbeitete mehr als 60 Jahre lang, praktisch sein ganzes Leben lang, an diesem prächtigen Stück.
Historische Apotheke
Zu sehen ist die Originalausstattung der historischen Apotheke Hradec Králové aus dem späten 18. Jahrhundert, die aus dem Haus 164/I am Hlavní náměstí stammt.
Luftschlacht um Jindřichův Hradec
Die Ausstellung im Erdgeschoss präsentiert eine der größten Luftschlachten über dem Protektorat Böhmen und Mähren. Am 24. August 1944 wurden sechs viermotorige amerikanische B-24 Liberator-Bomber der 15. US-Luftflotte und mindestens vierzehn Messerschmitt Bf 109– und Focke-Wulf Fw 190-Jäger der deutschen Luftwaffe über Südböhmen abgeschossen.
Emma Destin Hall
Die Ausstellung präsentiert das künstlerische Erbe und Leben der berühmtesten tschechischen Sängerin. In zwei Räumen werden neben Fotografien, Dokumenten und Objekten aus ihrer Gesangskarriere auch Exponate aus ihrer umfangreichen Sammlung gezeigt, darunter Möbel, Musikinstrumente, Porzellan und Kuriositäten, die sie auf Schloss Stráž nad Nežárkou zusammentrug, wo sie von 1914 bis zu ihrem Tod lebte. Ergänzt wird die Ausstellung durch Hörbeispiele von Ema Destinnovás Gesang.
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