Ein Ort, an dem Geschichte auf Mythos trifft
Auf dem Peloponnes, etwa 90 km südwestlich von Athen, liegt der Geburtsort der ersten großen griechischen Zivilisation – Mykene. Hier wurde die erste große griechische Zivilisation geboren. Dies sind definitiv nicht nur Haufen alter Steine. Dies ist der Eingang zu der Zeit, als Homers Epen geschrieben wurden, grausame Könige regierten und Helden unter den Mauern des fernen Troja kämpften
UNESCO-Weltkulturerbe
Mykene ist ein Ort, an dem Geschichte und Mythos aufeinandertreffen. Aufgrund seines außergewöhnlichen historischen Wertes wurde die Stätte Mykene am 4. Dezember 1999 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Zentrum der ersten griechischen Zivilisation
Mykene war im 2. Jahrtausend v. Chr. eines der wichtigsten Zentren der griechischen Zivilisation und eine militärische Hochburg, die weite Teile Südgriechenlands beherrschte. Die Zeit vom 16. bis 12. Jahrhundert v. Chr. wird daher als mykenische Periode bezeichnet. Die Stadt Mykene war das Zentrum der ersten griechischen Zivilisation, die nach der minoischen Kultur auf Kreta entstand. Auf ihrem Höhepunkt kontrollierten die Mykener ganz Südgriechenland.
Archäologische Forschung
Die ersten archäologischen Ausgrabungen begannen 1841 und wurden mit Unterbrechungen bis heute (2024) fortgesetzt. Auch der berühmte Amateurarchäologe Heinrich Schliemann arbeitete in Mykene.
Das Königreich von König Agamemnon
Mykene erlebte seine Blütezeit zwischen etwa 1600 und 1150 v. Chr., einer Periode, die heute als mykenische Kultur bekannt ist. Der Herrscher dieses mächtigen Stadtstaates, der mythische König Agamemnon, ging als Anführer aller Griechen im berühmten Trojanischen Krieg in die Geschichte ein. Obwohl seine Geschichte in Mythen gehüllt ist und die peloponnesische Dynastie für ihre blutigen Tragödien bekannt ist, können Sie bei einem Besuch der Zitadelle in die Atmosphäre ihrer einstigen Macht eintauchen.
Zyklopenmauern
Mykene und die umliegenden Gebäude waren so monumental, dass selbst die alten Griechen nicht glaubten, dass sie von sterblichen Händen erbaut worden sein könnten. Sie schrieben sie den mythischen einäugigen Riesen – den Zyklopen – zu. Daher der Name der riesigen, unregelmäßigen Steinblöcke, aus denen die Mauern bestehen – Zyklopenmauern.
Löwentor
Das Wahrzeichen Mykenes und eine der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten Griechenlands ist das Löwentor. Dieses monumentale Eingangstor wurde um 1250 v. Chr. erbaut und ist das einzige erhaltene Beispiel mykenischer Bildhauerei. Das prächtige Relief mit zwei Löwinnen, die auf einer Säule lehnen, verkörpert die Stärke und Macht des ehemaligen Königreichs.
Kreisförmiges Grab
Gleich hinter dem Löwentor, rechts, am Westhang der Zitadelle, befindet sich ein kreisförmiges Grab, in dem Mitglieder der königlichen Familie begraben wurden. Es gibt sechs fast 10 m tiefe Schachtgräber, in denen Heinrich Schliemann 1876 viel Gold und Schmuck fand. Schliemann war überzeugt, das Grab von König Agamemnon entdeckt zu haben, und einer der berühmtesten Funde, eine goldene Totenmaske, ist untrennbar mit ihm verbunden.
Straße zur Akropolis
Der Besucherweg führt weiter über eine Steinrampe und die Überreste einer prächtigen Treppe hinauf, die zum Regentenpalast auf der Akropolis führte.
Propylen
Der Haupteingang zum Palast selbst war ein monumentales Tor – das Propylon. Heute sind nur noch die Fundamente zweier Säulen sichtbar.
Königlicher Palast
Auf der Spitze des Hügels stand ein Palast, umgeben von Verwaltungsgebäuden. Er war das politische, wirtschaftliche und militärische Zentrum des gesamten antiken Reiches. Im Inneren des Palastes befanden sich ein Thronsaal und ein riesiger Hof. Nur die Fundamente sind erhalten, doch man kann sich den Luxus vorstellen, in dem die Könige lebten.
Fernsicht
Vom Palast auf dem Gipfel hat man einen weiten Blick auf die Umgebung. Man kann die gesamte Ebene von Argos überblicken und bis zum Meer sehen.
Nordhang
Zwei große Wohnkomplexe am Nordhang wurden bei dem Erdbeben zerstört.
Seitentor
Um 1250 v. Chr. wurde im nördlichen Teil der Zitadelle ein Seitentor aus monolithischen Steinblöcken errichtet.
Archäologisches Museum
Links vom Eingang des Komplexes befindet sich ein modernes archäologisches Museum, in dem eine umfangreiche Sammlung von Objekten die mykenische Zivilisation repräsentiert.
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