Oberhalb der Stadt Plakias im Süden Kretas
Die Besteigung des Berges Paligremnos, auch Korifi genannt, ist eine kurze, aber sehr beeindruckende Wanderung direkt oberhalb des östlichen Randes von Plakias. Der Gipfel ist nur 192 Meter hoch, bietet aber dennoch einen wunderschönen Ausblick auf die Bucht von Plakias, das Libysche Meer und die umliegende Felslandschaft. Auch geologisch ist der Ort interessant, denn unterhalb erhebt sich die markante Paligremnos-Klippe mit ihrer über 80 Meter hohen, glatten Felswand.
Felswand oberhalb der Küste
Der Weg beginnt kurz vor dem Ort Plakias, wo man sein Auto am Straßenrand parken kann. Er führt zunächst auf einer ebenen Fläche unterhalb einer wahrhaft monumentalen Felswand entlang.
Kletterpfad
An der Wand sind mehrere Standplätze für Kletterrouten angebracht. Ich schätze den Schwierigkeitsgrad der Routen auf 8+, da die Wand komplett glatt und senkrecht ist und nur gelegentlich ein Riss oder ein kleiner Vorsprung vorhanden ist, an dem man sich mit einem Finger festhalten kann.
Tunnel auf der Straße
Auf der etwa einen Kilometer langen Straße, die über dem Meer verläuft, befinden sich zwei leicht passierbare Tunnel (Sie benötigen lediglich eine Handylampe). Nach dem zweiten, kürzeren Tunnel endet die Straße in dieser Richtung.
Blick zwischen den Tunneln
Zwischen den beiden Tunneln bot sich ein kurzer Blick auf die Bucht bei der Stadt. Mehrere Schwalben kreisten über unseren Köpfen und suchten nach Futter. Unterwegs stießen wir auch auf eine größere Höhle, in die wir hineinsehen konnten.
Der Weg nach oben
Nachdem wir von den Tunneln zurückkamen, nahmen wir einen der Wege, die nach oben führen. Es sind alles schmale und gut ausgetretene Pfade. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, aber wir kamen auch mit Wandersandalen gut zurecht. Es gibt einige verschlungene Pfade am Hang, aber mapy.cz hat sie gut kartiert.
Straßenmarkierungen
Wir stießen unterwegs auch auf einige recht gute Markierungen. Es handelt sich dabei stets um blaue oder gelbe Farbtupfer auf den Steinen. Man findet auch Pfeile, insbesondere an Wegkreuzungen.
Die allgegenwärtigen Ziegen
Auf Kreta findet man Ziegen, selbst an den unzugänglichsten Stellen in den Felsen. Plötzlich ertönt das Läuten einer Glocke und das Geräusch eines Schwertes. Auf halbem Weg lugten zwei Ziegen hervor und musterten uns von oben.
Blick auf die umliegenden Hügel
Der letzte Teil des Weges ist nur durch Steintürme markiert, da er sehr felsig ist. Unterwegs gibt es aber noch einiges zu sehen, wie zum Beispiel den spitzen Gipfel des Timios Stavros, wo wir am Vortag waren.
Hügeliges Kreta
Noch ein Blick auf die umliegenden Hügel. Die Sicht war gut, es gab also etwas zu bewundern.
Paligremnos/Korifi-Gipfel (192 m)
Endlich erreichten wir den wohlverdienten Gipfel. Nach weniger als 200 Höhenmetern machten wir oben Rast und blickten uns um. Oben gibt es kein Gipfelkreuz, sondern nur einen hohen Steinturm, aber das tat der Freude keinen Abbruch.
Blick von der Spitze der Bucht
Die Bucht nahe Plakias liegt von hier aus in greifbarer Nähe. Nun fehlt nur noch die Straße zurück in die Stadt. Wir wählten einen sanfteren Abstieg. Er führt rechts am Gipfel vorbei und mündet dann in eine noch sanftere Abfahrt, die zur Straße führt, die das Felsmassiv umrundete.
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